Ehrungen / Preise

Gerhard Piekarski-Preis


Der Gerhard Piekarski-Preis wird für eine Doktorarbeit im Gebiet der Parasitologie, vorzugsweise über parasitische Einzeller verliehen. Die Doktorarbeit und gegebenenfalls daraus resultierende Publikationen dürfen nicht länger als 30 Monate vor dem Eingabetermin veröffentlicht worden sein. Die Vorgeschlagenen stellen während der Jahrestagung ihre Doktorarbeit in einem 15-Minuten-Referat vor. Der aus fünf Personen bestehende Stiftungsvorstand macht die Vergabe des Preises auch von dieser mündlichen Präsentation abhängig. Der Piekarski-Preis ist aus einer von Gerhard Piekarski, dem früheren Direktor des Institutes für Medizinische Parasitologie in Bonn verfügten Stiftung hervorgegangen und wird aus deren Zinsen gezahlt. Er ist je nach Ertragslage mit bis zu 1000.- € dotiert. Antragsmodalitäten: Vorschlagsberechtigt sind Doktorvater oder -mutter, falls sie Mitglieder der DGP sind, oder andere promovierte Mitglieder der DGP. Die Dissertation und relevante Originalarbeiten sowie eine Begründung des Preisvorschlags sind in elektronischer Form beim Schriftführer einzureichen. Einsendeschluss ist der 15. September vor der jeweils nächsten DGP-Jahrestagung.


Piekarski-Preis:
2000 Gilberger, Tim-Wolf, Hamburg
2002 Julia Walochnik, Wien
2004 Kmajski, Zita, Hamburg
2006 Keine Verleihung
2008 Christian Konrad, Würzburg
2010 Svenja Beckmann, Gießen
2012 Moritz Treeck, Hamburg

 

Auswahlkomitee

 

Rudolf Leuckart-Medaille


Die undotierte Gießener Rudolf Leuckart-Medaille wird während der Jahrestagung der DGP an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderem Maße um die Förderung der Parasitologie verdient gemacht haben. Sie kann an Deutsche wie auch an Ausländerinnen oder Ausländer verliehen werden. Die Medaille wurde von dem Gießener Zoologen Prof. Dr. W. E. Ankel inauguriert und zum Andenken an Rudolf Leuckart gestiftet, dem berühmten Mitbegründer der deutschen Parasitologie, der von 1850 bis 1868 an der Universität Gießen wirkte. Satzungsgemäß gehört daher dem Kuratoriumsvorstand immer ein Gießener Parasitologe oder Zoologe an. Die Leuckart-Medaille wurde zum ersten Mal 1974 anlässlich des 3. Internationalen Kongresses für Parasitologie in München an sechs namhafte, inzwischen verstorbene Wissenschaftler verliehen: Dollfus (Frankreich), Garnham (England), Geigy (Schweiz), Poljansky (Russland), Stunkard (USA), van Thiel (Niederlande).

In weiteren Jahren wurden folgende Persönlichkeiten mit der Leuckart-Medaille geehrt:

1980 W. Peters † (London, England)
1982 R.M.Cable † (Indiana, USA)
1982 W. Trager † (New York, USA)
1982 J. Weiser † (Prag, Tschechien)
1984 Sheila Willmott † St. (Albans, England)
1986 K. Enigk † (Hannover, Deutschland, R. Supperer (Wien, Österreich)
1987 L.J. Bruce-Chwatt † (London, England)
1992 G. Piekarski † (Bonn, Deutschland)
1996 J. Eckert (Zürich, Schweiz)
2000 T. Hiepe (Berlin, Deutschland)
2002 M. Röllinghoff (Erlangen, Deutschland)
2002 M. Rommel (Hannover, Deutschland)
2004 H. Mehlhorn (Düsseldorf)
2006 H. Aspöck (Wien, Österreich)
2008 H. Boothroyd (Standford, USA)
2010 Katja Becker (Gießen, Deutschland)
2012 Richard Lucius, (Berlin, Deutschland)

Antragsmodalitäten: Von einer Laudatio und anderen zweckdienlichen Angaben begleitete Vorschläge können von Mitgliedern der DGP bis zum 15. September vor der jeweiligen Jahrestagung dem DGP-Schriftführer eingereicht werden.

Auswahlkomitee

 

Karl Asmund Rudolphi-Medaille


Die Karl Asmund Rudolphi-Medaille wird für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Parasitologie an Personen verliehen, deren Höchstalter zum Zeitpunkt des Vorschlages 38 Jahre nicht überschritten hat. Die Medaille ist 1986 anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Parasitologischen Gesellschaft der DDR im Gedenken an den hervorragenden Wissenschaftler und Mitbegründer der Parasitologie Karl Asmund Rudolphi (1771 - 1832) gestiftet worden. Nach der Vereinigung der beiden deutschen Schwestergesellschaften wurde sie von der DGP übernommen. 1998 beschloss der Vorstand, sie als Anerkennung für die Leistung 'junger' Wissenschafterlinnen oder Wissenschaftler zu verleihen und mit einem Preisgeld von 1000.- EURO auszustatten. Folgende Persönlichkeiten wurden mit der Rudolphi-Medaille geehrt:

1986 M. Dashnjam† (Ulan-Bator, Mongolische Volksrepublik)
1986 R. Supperer (Wien, Österreich)
1987 T. Kassei (Budapest, Ungarn)
1988 P. Müller (Kleinmachnow, Deutschland)
1989 T. Hiepe (Berlin, Deutschland)
1990 K. Enigk † (Hannover, Deutschland)
1990 G. Piekarski † (Bonn, Deutschland)
1998 M. Leippe (Hamburg, Deutschland
2002 Dominique Soldati (Heidelberg, Deutschland)
2004 B. Sures (Karlsruhe)
2010 G. Pradel (Würzburg)
2012 Jude Przyborski (Marburg)


Die Antragsmodalitäten sind die gleichen wie für Leuckart-Medaille.

Auswahlkomitee

 

Ehrenmitglied


Zu Ehrenmitgliedern der DGP werden vom Vorstand Persönlichkeiten des In- oder Auslandes benannt, die sich besondere Verdienste um die Parasitologie erworben oder die Deutsche Gesellschaft für Parasitologie in besonderer Weise gefördert haben. In den vergangenen Jahren wurden folgende Parasitologen zu Ehrenmitgliedern ernannt:
1962 A. Hase † (Berlin), C.E. Sprehn † (Celle)
1965 R. Wetzel † (Gießen)
1968 T. von Brand † (Bethesda, USA)
1970 H. Vogel † (Hamburg)
1974 R. Lehmensieck † (Bonn), O. Pflugfelder † (Stuttgart), F. Weyer † (Hamburg)
1976 K. Enigk † (Hannover)
1978 G. Piekarski † (Bonn)
1979 T.Kobulej,
1980 A. Westphal † (Hamburg)
1986 J. Boch (München)
1988 D. Düwel (Frankfurt), H.E. Krampitz † (München) und H. Werner (Berlin)
1989 M.D. Sonin (Moskau)
1990 H. Rüffer † (Bonn)
2000 J.-F. Dubremetz (Lille, Frankreich), A. Johnson (Sydney, Australien)
2012 Johannes Eckert, (Zürich) , Theodor Hiepe (Berlin)

Korrespondierende und fördernde Miglieder


Zu Korrespondierenden Migliedern wurden Wissenschaftler des In- und Auslandes benannt, die mit der DGP in regem wissenschaftlichen Gedankenaustausch standen:

1980 B. Bezubik und E. J. Soulsby
1982 M.C. del Campillo
1986 H.-Lan Zhong, 1986 M.A. Gemmel
1986 B.M. Honigberg
1986 A. Neghme
1983 N. Suzuki
1989 Y. Yoshida


Fördernde Mitglieder können natürliche, juristische Personen, Institute und handelsrechtlich eingetragene Firmen sein. Derzeitig ist dies die Hartmann Chemie GmbH, Schleswig

 

Leopoldina


Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist die älteste ununterbrochen existierende naturwissenschaftlich-medizinische Akademie der Welt mit einer über 355-jährigen Tradition und mit mehr als 1300 Mitgliedern in aller Welt. Seit 2008 ist sie Deutschlands Nationale Akademie der Wissenschaften. Hiermit verbunden ist die wissenschaftsbasierte Politik- und Gesellschaftsberatung sowie die internationale Repräsentanz der Wissenschaft in den Gremien, in denen vorwiegend Nationale Akademien tätig sind. Die Leopoldina wurde im Jahr 1652 in Schweinfurt gegründet und hat mittlerweile 1290 Mitglieder. Drei Viertel kommen aus den Stammländern Deutschland, Österreich und der Schweiz, ein Viertel aus weiteren rund 30 Ländern. Für die Aufnahme in die Leopoldina können deren einzelne Sektionen Vorschläge machen, die dann vom Senat der Akademie bestätigt werden müssen.

2009 wurde Frau Prof. Dr. Katja Becker als erstes weibliches Mitglied der DGP in die Leopoldina gewählt.

Parasitologen in der Leopoldina:

Seit 1979: Jakob Karl Frenkel, Kansas, USA
Seit 1980: Theodor Hiepe, Berlin, Deutschland
Seit 1984: André Aeschlimann, Neuchâtel, Schweiz
Seit 1986: Johannes Eckert, Zürich, Schweiz
Seit 2001: Horst Aspöck, Wien, Österreich
Seit 2001: Martin Röllinghoff, Erlangen, Deutschland
Seit 2005: Bruno Gottstein, Bern, Schweiz
Seit 2009: Katja Becker, Gießen, Deutschland

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. März 2012 um 12:16 Uhr